Geschichte und Interessantes über Niederraunau

Einwohnerzahl:
1282 und somit der größte Stadtteil des schwäbischen Ortes Krumbach im Landkreis Günzburg.

Geographie:
Niederraunau liegt im Kammeltal auf einer Höhe von 518 m ü. NN., 2 km südlich von Krumbach, an der B 16 Richtung Mindelheim. Niederraunau liegt an der Strecke der Mittelschwabenbahn als Bedarfshaltepunkt.

Geschichte:
Die erste bisher gefundene schriftliche Erwähnung war im 11. Jahrhundert. Auf bereits frühere Besiedlung weisen Schmuckfunde aus der Hallstattzeit hin, die aus der Öffnung von zwölf Grabhügeln vor 1860 sowie aus Grabungen aus dem Jahre 1932 stammen (vgl. Nagler-Zanier, 2005). Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 2005 wurde in der Kirchturmbasis ein römischer Kalksteinquader freigelegt. Das untere Geschoss des Turmes, der 1617 zu heutigen Gestalt aufgestockt wurde, war als romanischer Fluchtturm angelegt.

Durch die Freiheitsbriefe, die 1494 - 1495 Georg von Freyberg vom römisch-deutschen König und späteren Kaiser Maximilian I. erhielt, wurde Niederraunau zum Markt erhoben. Am 29. Januar 1613 erhielt der Markt Niederraunau von Marquard von Freyberg ein Wappen. Dieses zeigt vor silbern/blauem Hintergrund einen Lindenbaum (vgl. Miller Ludwig, 1907)

Am 1. Mai 1978 wurde Niederraunau im Rahmen der bayerischen Gebietsreform nach Krumbach eingemeindet.

Ehrenbürger der ehemals selbständigen Gemeinde Niederraunau:
Michael Schleifer (1847-1915): Der geborene Niederraunauer hat die sogenannte Einkammerluftdruckbremse erfunden, die in vielen Eisenbahnen Verwendung fand. Im Jahr 1906 erhielt Michael Schleifer den Titel eines königlichen bayerischen Commerzienrates. Mit dem Geld, das er mit seiner Erfindung verdiente, unterstützte er seine Heimatgemeinde unter anderem beim Bau eines neuen Schulhauses. Als Dank für diese Unterstützung wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Der Dorfplatz ist nach ihm benannt - Commerzienrat-Schleifer-Platz.

Baudenkmäler in Niederraunau:

Schloss Niederraunau
(Ehemals Schloss der Freiherren von Freyberg)

Dreigeschossig mit vorgezogenem Mittelrisalit, hohem Walmdach und Zwerchgiebeln, 1733, Wirtschaftsbauten, 18. Jahrhundert
Pfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit
Südlich und direkt angrenzend an das Niederraunauer Schloss und auf dem Friedhof gelegen befindet sich im Krumbacher Stadtteil Niederraunau die (erst jüngst umfassend neu renovierte) Dorfkirche. Deren Baugeschichte verweist darauf, dass nach einer Übereinkunft des damals zuständigen Stifts St. Peter in Augsburg mit der Niederraunauer Herrschaft unter Marx Sittich von Freyberg im Jahr 1627/28 ein völliger Neubau der Kirche an der Stelle der alten Kirche aus dem Nachlass Marquards von Freyberg errichtet wurde. Beim Neubau des benachbarten Schlosses im Jahre 1727 wurde dieses durch einen gedeckten Gang mit der Kirche verbunden. Als Baumeister und Stuckator wird Michael Stiller genannt, das neue Altarbild stammt von Johann Baptist Dollenbacher.
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Gotteshaus mit Geschichte: Dorfkirche in Niederraunau - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/freizeit/veranstaltungen/Gotteshaus-mit-Geschichte-Dorfkirche-in-Niederraunau-id15441946.html

gleicharmiges Steinkreuz

mit nach außen markant verbreiterten Enden, sog. Tatzenkreuz (Verf.) an der B16 ein wohl spätmittelalterl. Sühnekreuz mit Wetzrillen.

Ecce-Homo-Kapelle oder St. Leonhard

erbaut 1727/28. Erweiterung 1780 mit Austattung

Friedhofskapelle Sankt Georg

erbaut um 1500. Erweiterung nach Westen um 1700 mit Austattung.


Quelle: Wikipedia

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